Andacht zum Sonntag Sexagesimae, 7. Februar 2021

Predigttext: Lukas 8, 4 – 15
„Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen“, so beginnt Jesus das Gleichnis vom Sämann. Jesus erzählt, was mit dem ausgesäten Samen geschieht, wenn er auf den Weg, auf Felsen oder ins Dornengestrüpp fällt. Der Same geht nicht auf, weil er zertreten, von den Vögeln gefressen oder von Dornen erstickt wird. Nur der Same, der auf gutes Land fällt, bringt Frucht. Und das hundertfach!
So ist das mit dem Wort Gottes, erklärt Jesus seinen Jüngern. Ich predige, ihr hört meine Worte und doch zweifelt ihr, sobald es schwierig wird in eurem Leben. Sorgen machen sich breit und ersticken die frohe Botschaft, die ich euch ins Herz gelegt habe.
Vor mehr als zweitausend Jahren hat Jesus seinen Jüngern dieses Gleichnis gepredigt. Topaktuell ist es in unseren Tagen. Erstickende Dornen gibt es viele in diesen Tagen. Berechtigte Sorgen, in Bezug auf die Corona-Krise, in Bezug auf den Klimawandel. Viele Fragen stellen sich. Existenzielle Fragen für viele Menschen. Überall auf der Erde. Doch ist uns eine hoffnungsvolle Antwort auf alle diese Fragen gegeben:
Gottes Wort kann in uns auf fruchtbares Land fallen, denn Gott hat uns fühlende Herzen  geschenkt. Gott spricht direkt in unsere fühlenden Herzen hinein. Gott bewegt unsere Herzen durch die Kraft des Heiligen Geistes und zeigt uns, worauf es ankommt in unserem Leben, was wir zu tun und was wir zu unterlassen haben. Wenn wir unserem Herzen folgen, sind wir mit Gott unterwegs. Gott geht mit uns. Durch dick und dünn!
Und: Christus der Auferstandene ist zu allen Zeiten an unserer Seite! Darauf dürfen wir vertrauen. Das dürfen wir einander immer neu zusprechen!
Gott schenke uns allezeit bewegliche, fühlende und mitfühlende Herzen.

Ihre Prädikantin Petra Frank