Führung in Spalt am 23.10.2016

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Spalatin löst sich aus einem Grabmal heraus und steht für den Aufbruch in eine neue Zeit, die Bibel fest in der Hand.

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Martin Burkert, ein pensionierter Richter, der seit 2002 seinen Ruhestand in Spalt verbringt und als Stadtführer sich besonders mit Spalatin beschäftigt, führte eine Gruppe mit 30 Personen. Gemeinsam mit Dr. Karl-Heinz Röhlin hat er 2015 ein Buch über Spalatin veröffentlicht.  Spalatin war ein sehr wichtiger Freund und Beschützer für Martin Luther, hieß ursprünglich Georg Burkardt und nannte sich in humanistischer Tradition nach seinem Geburtsort Spalt "Spalatin". 
Die Führung begann um 14 Uhr am Spalatindenkmal bei der Kirche St. Nikolaus. Zu den Gemeindegliedern aus Bürglein stießen auch Interessierte aus dem Dekanat hinzu.
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Spalatin-Madonna in der Emmerkirche in Spalt
 
 
 
 
 
 
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Spalatin (* 17. Januar 1484 in Spalt im Bistum Eichstätt; † 16. Januar 1545 in Altenburg) war vermutlich der uneheliche Sohn des Dekans Dr. Ferber vom Nikolausstift, der nach einem Machtkampf mit dem Fürstbischof von Eichstätt 1504 Spalt verlassen musste und verarmte. Wohl deshalb fehlte Spalatin dann das Geld, um sein Studium zu beenden. Durch Beziehungen kam er in den Dienst des sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen in Wittenberg und wurde dessen rechte Hand. 1518 reiste Spalatin mit dem Kurfürsten zum Reichstag nach Augsburg und besuchte mit ihm auch Spalt. Seine Mutter lebte noch. Sie starb 1523.

 

1519 ließ der Kurfürst eine Madonna nach Spalt übersenden, gefüllt mit Reliquien, und ließ es so aussehen, dass sein junger Vertrauer Georg Spalatin der Geber des Geschenkes sei. Als Sockelinschrift ließ Spalatin in Latein auftragen: „1519 - Reliquien von Heiligen - für Maria und zum Heil der Vaterstadt.“

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