Letzter Sonntag in der Weihnachtszeit, 31. Januar 2021

„Ein heller Schein ist in unser Herz gegeben:
die Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“

(aus dem vorgesehenen Predigttext 2.Korintherbrief Kap.4,6-10)
Der helle Schein – das ist die Weihnachtsbotschaft, herrlich, wunderbar, stärkend: Gott ganz nah, „ist an unsrer Seite… dass er treu uns leite“, wie es im Weihnachtslied heißt. Mit dieser Zuversicht dürfen wir leben.
Dies dürfen wir mitnehmen – in die kirchliche Passionszeit, die im Februar beginnt, wo es um Leid, Schmerz, Enttäuschung und Tod Jesu geht. Und von dieser Zuversicht dürfen wir ausgehen bei uns persönlich, in allem Leid, wenn wir krank sind, schwächer werden oder mit Enttäuschungen zu tun haben:
ER „ist an unsrer Seite, still und unerkannt“.
Ich wünsche uns, dass wir jeden Tag leben in der Gewissheit, wir sind nicht allein unterwegs: Jesus Christus ist an unserer Seite. ER will uns unterstützen, trösten und unser Heiland sein. Und dies gilt in den kleinen wenn und alltäglichen Dingen genauso wie in tiefer Traurigkeit und im Tod.
Den Frieden und die Herrlichkeit Gottes können wir spüren: wir innehalten und still werden; wenn wir Jesu Worte aufsuchen; wenn wir durch das Gebet den Kontakt zu Gott suchen; wenn wir im Gottesdienst zu-sammen sind; wenn wir staunen darüber, dass jemand zu uns hält.
Weihnachten müssen wir nicht verabschieden; wir dürfen im Lauf des Jahres spüren, erkennen, darum bitten, dass die Herrlichkeit Gottes in unser Herz gegeben ist und uns hell und froh machen will.
Pfarrer Karl-Heinz Klose,
Heilsbronn