Peter Hahne in Wassermungenau

Sonntag, 12.2., 18 Uhr in der St. Andreas Kirche von Wassermungenau

 

Bildrechte: beim Autor

"Schwung ins Leben mit Martin Luther". Über die Aktualität der Reformation spricht der Fernsehmoderator Peter Hahne. Musikalische Umrahmung: Posaunenchor Wassermungenau, Thomas Grillenberger (Orgel) und Kerstin Egelkraut (Flöte).

 

Vorab drei Fragen an Peter Hahne

Herr Hahne, was verbinden Sie mit unserer Region?

Nur Gutes! Denn ich liebe Bayern, besonders natürlich die „Besseren“, die Franken!  Unvergessen: Ein köstliches fränkisches Essen in Winkelhaid, ein Vorrtag in der Wassermungenauer Kirche 2012, die trotz Schnee- und Eisregen überfüllt war, gute, alte Freunde wie Ihre Pfarrer Gilbrecht Greifenberg und Tobias Brendel. Am nahen Brombachsee hatte ich ein legendäres Sommerinterview mit Edmund Stoiber, wo wir beiden fast ins Wasser gefallen wären. Und die traditionsreiche CVJM-Burg Wernfels ist mir natürlich auch ein Begriff. Ich komme am 12. Februar sozusagen zu Freunden!

Was verbinden Sie mit Martin Luther?

Er ist ein kerniger Prediger aus dem CDU, dem Club für deutliche Umgangssprache. Für jeden Journalisten, Redner, Pfarrer ein Vorbild: Dem Volks aufs Maul schauen, ohne ihm nach dem Munde zu reden. Er war alles andere als ein politisch korrekter Leisetreter und Betroffenheitsspezialist. Er trat mit Leib und Leben für seine Botschaft ein, ohne Kompromisse oder Anbiederung. Luther hat uns das Wichtigste gegeben, was es gibt: die Bibel in deutscher Sprache. Denn die Nachrichten von heute sind bereits morgen von gestern, Gottes Wort ist jeden Tag eine Neuerscheinung!

Was werden die Kernthesen Ihres Vortrags sein?

Die Reformation ist kein alter Hut, unsere Gemeinden sind kein Jesus-Gedächtnisverein, die Kirchen kein Museum. Wir müssen uns für Luther nicht entschuldigen, er war ein Kind seiner Zeit. Wir können aber staunend zur Kenntnis nehmen: Seine Botschaft ist top-aktuell, sie kann unser Leben in Schwung bringen. Erstaunlich, wie zeitlos gültig nach 500 Jahren seine Äußerungen zur Familie, zur Wirtschaftspolitik, zur Bildung sind. In einer Zeit von Miesmachern und Bedenkenträgern ist sein Wort Programm: „Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens“. Ich fände es toll, wenn meine Begeisterung überspringt, denn Luther ist nicht nur etwas für fromme Leute, er ist gerade auch für jene aktuell, die dem Glauben und der Kirche den Rücken gekehrt haben.

Seien Sie herzlich willkommen!

Der Eintritt ist frei.