Reformations-Truck am 22.4. in Nürnberg

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Am Samstag, 22.4.2017, ist der „Stationen-Truck“, ein blau-grüner LKW, von 10 bis 19 Uhr auf dem Hauptmarkt in Nürnberg und bietet ein buntes Programm. Vorbeischauen lohnt sich. Mit dabei sind u.a. Stadtdekan Jürgen Körnlein, der Poetry-Slammer Felix Kaden, der Dramaturg des Staatstheaters, Johann Casimir Eule, der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Michael Bünker, und Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten. Eine Druckerpresse verweist auf Nürnberg als „Aug und Ohr“ der Reformation. Ein Film über Nürnberg als Reformationsstadt, der eigens zu diesem Anlass gedreht wurde, wird am 22. April erstmals im Reformationstruck zu sehen sein. Am Abend des 22. April laden die Veranstalter ein in den Historischen Rathaussaal zum „Nürnberger Religionsgespräch - Wahrheit und Dialog“ von 19 bis 21.30 Uhr mit Vertretern verschiedener Weltreligionen ein, die auch Musik und Kulinarisches präsentieren.

Kurz nachdem Luthers „95 Thesen gegen den Ablass“ gedruckt erschienen waren, wurden sie in Nürnberg in deutscher Sprache gedruckt. 1522 wurden die drei wichtigen Predigerstellen mit drei jungen Theologen, die Luthers Ideen nahestanden, besetzt.

Weitere Stationen des Trucks in Bayern sind vor dem Termin in Nürnberg Coburg am 15.4. und Augsburg am 19.4.2017.

Wenige historische Ereignisse haben europaweit so viel verändert wie die Reformation. Das gesellschaftliche Erdbeben, das vor 500 Jahren von Wittenberg, Zürich, Genf und vielen anderen Orten ausging, hat das Miteinander Europas verändert. Von Europa aus strahlte diese Bewegung auf andere Kontinente, prägte Kulturen und Regionen.

Seit November 2016 knüpft der Europäische Stationenweg ein Band. Im Mai 2017 kommt dieser Weg in Mitteldeutschland an und mündet in Wittenberg in die Weltausstellung Reformation. Städte in den Niederlanden und in Ungarn, in Slowenien und Irland werden ebenso angefahren wie Rom, Augsburg, Worms und die Wartburg.

36 Stunden lang wird jeweils Station gemacht: Regionale und ökumenische Partner laden zu einem Fest mit zahlreichen Veranstaltungen ein, um lokale Beziehungen zur Geschichte der Reformation aufzudecken.